Jugendschutz und Kindeswohlgefährdung: Zentrale Themen im JRK

Jugendschutz und Kindeswohlgefährdung sind wichtige Themen in unserer Jugendarbeit. Folgende Maßnahmen haben wir deshalb ergriffen, um bereits präventiv tätig zu werden:

Das erweiterte Führungszeugnis: Wer sich im JRK ehrenamtlich engagieren möchte, muss ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Der Ehrenkodex: Die Unterzeichnung des Ehrenkodexes ist für alle ehrenamtlichen Leitungskräfte auf Kreisverbandsebene, insbesondere für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter, vorgesehen.

Kooperation mit einer regionalen Beratungsstelle: Im Rahmen des Schutzkonzeptes entwickelte sich eine Kooperation zwischen dem Landesverband Nordrhein und Sag´s e.V. aus Langenfeld, einer regionalen Beratungsstelle für sexuelle Gewalt. Dieser Verein berät und unterstützt Opfer sexueller Gewalt.

Schutzstelle Kinder- und Jugendschutz: Der Landesverband Nordrhein hat eine „Schutzstelle Kinder- und Jugendschutz“ eingeführt. In dieser arbeiten zwei Vertrauenspersonen, die als erster Ansprechpartner für Fragen zum Thema „Sexueller Missbrauch“ für JRKlerinnen und JRKler fungieren. Die Schutzstelle arbeitet eng mit der Beratungsstelle Sag´s e.V. zusammen. Zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Prävention hat die Schutzstelle im Jahr 2009 eine Methodenbox „Gemeinsam stark sein“ entwickelt und herausgegeben. In dieser sind Spiele und Übungen für die präventive Gruppenarbeit, insbesondere in den vier Unterkategorien „Körper“, „Gefühle“, „Grenzen setzen“ und „Hilfe holen“ zusammengefasst.

Aus- und Weiterbildung: Seit Anfang des Jahres 2008 haben wir einen Baustein "Wohl des Kindes" in die Gruppenleiterausbildung aufgenommen. Die Leiterinnen und Leiter sowie die Betreuerinnen und Betreuer der Ferienfreizeiten werden zum Thema geschult. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schutzstelle nehmen an Weiterbildungen und Fachtagungen zum Thema teil, um bestinformiert zu sein.

Wir verstehen die genannten Maßnahmen als Beitrag des Landesverbandes und der Kreisverbände den Schutzauftrag gegenüber Jugendlichen ernst zu nehmen und auszufüllen. Diese Maßnahmen können und sollen keine falsche Sicherheit herstellen. Zahlen und Fakten sprechen eine andere Sprache, Jugendverbände sind leider eines der größten Tatumfelder für sexuellen Missbrauch. Aber: Wir möchten sicherstellen, dass wir als ernst zu nehmender Gegner für potenzielle Täterinnen und Täter gelten, damit wir unser Ziel erreichen, Kindern und Jugendlichen eine Umgebung zu geben, in der sie sich wohl und sicher fühlen können.